Kurzer Prozess. Nach allen Versuchen meinen Körper wieder auf Vordermann zu bringen, habe ich mich für einen Gang zum Knochenbrecher entschieden.

Der Termin

Rein ins Patientenzimmer, Schuhe aus und aufrecht hinstellen. Begutachtung meines Körpers und eine kurze prägnante Frage:

  • Arzt: „Was führt Sie zu mir?“
  • Ich: „Ich muss in 2 Wochen einen Halbmarathon laufen.“
  • Arzt: „Gut, okay – dann können Sie wieder gehen. Wenn Sie einen Halbmarathon laufen MÜSSEN, dann werden Sie es nicht schaffen.
  • Ich: (sichtlich verduzt) „…ich möchte in 2 Wochen einen Halbmarathon laufen und habe Ischias- und Beinschmerzen. Bitte helfen Sie mir!“

Tosender Applaus fürs Überleben

Bäuchlings auf die Liege und dann geht es los. Kennt ihr das, wenn man vor Schmerzen schreit und gleichzeitig lachen muss?

MEIN GOTT – sind das  Schmerzen, wenn dieser Mann mit seinem Daumen tief in den Muskel drückt, sich eine Sehne nimmt, lang zieht und an anderer Stelle plaziert. Der soll einfach nur aufhören. Anschliessend stelle ich mich nochmal aufrecht hin und teste meinen Schmerz.

Ich empfinde eine Leichtigkeit im ganzen Körper, vor allem im Nacken. Kein Schmerz mehr spürbar.

Meine Schwester schämt sich zwei Zimmer weiter, fremd

Beim Verlassen des Zimmers, bekomme ich von den anderen Patienten tosenden Applaus. Keiner hatte anscheinend damit gerechnet hat, dass ich den Raum lebendig verlasse. Meine Schwester, die draussen gewartet hat, erzählt mir im Anschluss wie laut ich geschrien habe und dass sie sich tatsächlich ein wenig fremdschämen musste. Leute, ich sage euch: das war mir sche*ßegal!

Ich könnt heulen vor Freude! Endlich schmerzfrei!

 

 

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